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Diese Seiten sind mit den Inhalten der behindertenpolitischen Geschehnisse der letzten Jahre auf dem Stand April 2007 eingefroren. Alle aktuellen Informationen zu behindertenpolitischen Themen finden Sie unter dieGesellschafter.de.
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Sie sind hier: Aktion Grundgesetz, Sozialreformen, Lokaler Teilhabeplan Zukunft gestalten mit dem Lokalen TeilhabeplanAufbruchstimmungBundesweit wurden Runde Tische gegründet, die sich für die Durchsetzung Lokaler Teilhabepläne engagieren. Jetzt geht es um deren VernetzungAller Anfang ist unübersichtlich - zumindest beim "Lokalen Teilhabeplan". Seit dem Start am 5. Mai haben sich in mindestens zwölf Städten, Gemeinden und Landkreisen kreuz und quer durch Deutschland "Runde Teilhabe-Tische" gegründet. Deren genaue Zahl lässt sich nicht ermitteln. Zu sehr unterscheiden sich die Fortschritte: In einigen Orten arbeiten - zum Teil bereits seit vielen Jahren - Initiativen, die unabhängig von der Aktion Grundgesetz so etwas wie Lokale Teilhabepläne entwickelt haben. Und wo neue Initiativen entstanden, ringen diese oft noch um Form und Besetzung. Doch eines ist deutlich spürbar: Es herrscht Aufbruchstimmung. Die Kommunen sollen sich in den nächsten Jahren so verändern, dass Menschen mit Behinderungen ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Deshalb bestand der erste Schritt der Initiative Lokale Teilhabepläne darin, mittels Interviews und Fragebögen bei Menschen mit Behinderungen und ihren Verbänden, aber auch bei Einrichtungen, Vereinen, in Wirtschaft, Medien und Politik zu erheben: Wer tut eigentlich was, um Menschen mit Behinderungen Teilhabe vor Ort zu ermöglichen? Was fehlt konkret? Der zweite Schritt wird nun darin bestehen, diese Informationen auszuwerten und - in einem dritten Schritt - mit allen Beteiligten Lösungen zu erarbeiten und deren Umsetzung zu vereinbaren. - Politiker aus Bund, Ländern und Gemeinden unterstützen die Lokalen Teilhabepläne. Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien fragten nach bereits arbeitenden Initiativen in ihrem Wahlkreis. Die CDU-Vorsitzende Angela
Merkel, der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karl Hermann Haack, und der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Wolfgang Gerhard, begrüßten die Idee ausdrücklich. Schleswig-Holsteins Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht hofft, dass viele Bereiche von Lokalen Teilhabeplänen profitieren können - zum Beispiel auch die wachsende Gruppe der Senioren sowie der barrierefreie Tourismus als Wirtschaftsfaktor. ähnlich argumentiert der Bürgermeister von Dillingen (Saarland), Franz-Josef Berg: "Das Thema Barrierefreiheit ist wichtig und wird noch wichtiger werden, wenn man die Alterspyramide der Bevölkerung betrachtet." Und in Kassel übernahm der neugewählte Oberbürgermeister Bertram Hilgen den "symbolischen Anstoß" zum Teilhabeplan. - Die Initiatoren wissen, dass der Lokale Teilhabeplan ein langfristiges Projekt ist. Zum Beispiel wurden in Hannover und im benachbarten Langenhagen unter Federführung des dortigen Bundes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) aus öffentlich gesammelten Vorschlägen zunächst je 20-seitige Strategiepapiere erstellt. Vor allem um nicht in politischen (Wahl-)Kämpfen zerrieben zu werden, soll ein nur wenige Personen umfassender "Steuerkreis" nun langfristig für die Umsetzung sorgen. Auf Grundlage dieser ersten Ergebnisse sollen nun Möglichkeiten einer stärkeren Vernetzung aller Initiativen geschaffen werden. Denn von den Erfahrungen "der anderen" lässt sich auch für die eigene Arbeit etwas lernen. Die Erfahrungen und Erlebnisse der Initiativen können auch den Aktiven und Gruppen in anderen Städten, Gemeinden oder Landkreisen Deutschlands zeigen, dass es sich lohnt, den Weg zu einem Lokalen Teilhabeplan zu beginnen. Der Vergleich der verschiedenen Erfahrungen und Erlebnisse erlaubt aber auch der Aktion Grundgesetz Rückschlüsse, wie die Initiativen vor Ort noch unterstützt werden können. Als ersten Schritt erarbeitet die Aktion Grundgesetz zur Zeit eine Broschüre, die die juristische Bedeutung und die Möglichkeiten Lokaler Teilhabepläne auch für Nicht-Fachleute verständlich erläutert. Anhand von Beispielen werden Tipps zur Umsetzung der gemeinsam getroffenen Beschlüsse in rechtskräftige Vereinbarungen angeboten. Die Broschüre wird nach Fertigstellung allen 130 Initiativen zugesandt, die zum 5. Mai die Informationen über Lokale Teilhabepläne angefordert und angekündigt hatten, die Initiative voran treiben zu wollen. Zukunft gestalten mit dem Lokalen TeilhabeplanDie diesjährigen Aktionen um den 5. Mai stehen ganz im Zeichen der Teilhabe. Teilhabe im Sinne eines ungehinderten, barrierefreien Zugangs und einer umfassenden Beteiligung von Menschen mit Behinderung am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Realisiert wird Teilhabe vor allem auf der lokalen Ebene: im konkreten Zusammenleben in der Gemeinde. Daher startet die Aktion Mensch im Rahmen der Aktion Grundgesetz die Initiative "Lokaler Teilhabeplan". Mit dieser Initiative soll ein Anstoß gegeben werden, sich darüber auszutauschen, in welchen Bereichen einer Stadt oder Gemeinde Teilhabe bereits selbstverständlich gelebt wird und in welchen nicht. Im Sinne einer Bestandsaufnahme sollen in einem ersten Schritt Defizite und Hindernisse aber auch Erfahrungen auf diesem Gebiet aufgezeigt werden. Ziel ist es, Lösungsansätze für die Zukunft zu erarbeiten. Als Materialien stellen wir Ihnen folgendes zur Verfügung:
Da wir die Erfahrungen und Ergebnisse auf diesen Internetseiten dokumentieren wollen, bitten wir Sie uns über den Fortgang ihrer Aktion auf dem Laufenden zu halten. |
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