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Über 130 Initiativen der Behindertenhilfe und –selbsthilfe haben vor dem 5. Mai die Informationen zum Lokalen Teilhabeplan angefordert und angekündigt, die Initiative voranzu treiben. Die ersten Ergebnisse sind ermutigend: In einigen Orten wie Bielefeld und Biberach gab es bereits entsprechende Initiativen. In anderen Städten wie Kassel sind neue Initiativen entstanden. Überall wurden die Verbände, aber auch Einrichtungen, Vereine, Wirtschaft, Medien und Politik gefragt: Wer tut eigentlich was, um Menschen mit Behinderungen Teilhabe zu ermöglichen? Was fehlt konkret?
Damit daraus ein gemeinsamer Plan werden kann, wie sich die Kommunen in den nächsten Jahren verändern sollen, damit Menschen mit Behinderungen ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, müssen alle Initiativen miteinander vernetzt werden. Denn von den Erfahrungen „der anderen“ lässt sich auch immer etwas für die eigene Arbeit lernen. Dies gilt auch für die Koordinatoren der Aktion Grundgesetz, die Materialien für die weitere Arbeit entwickeln wollen. Denn erst der Vergleich der verschiedenen Erfahrungen und Erlebnisse lässt Rückschlüsse darauf zu, welche Unterstützung noch geleistet werden kann oder welche Informationen noch erarbeitet werden müssen.
Deshalb wurden die über 130 Initiativen der Behindertenhilfe und –selbsthilfe, die vor dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen die Informationen zum Lokalen Teilhabeplan angefordert hatten, angeschrieben und um einen ersten Erfahrungsbericht ihrer bereits laufenden oder neu gestarteten Initiativen gebeten. Der Erfahrungsbericht kann auch online verschickt werden.
Neben der Vernetzung und Erarbeitung weiterer Materialien dienen die Erfahrungsberichte als Grundlage für eine Deutschland-Karte der Lokalen Teilhabepläne. Mit einem Klick auf einen Ort können alle Informationen zum Stand des Verfahrens an einem bestimmten Ort abgerufen werden.
Weiter Unterstützung erfährt die Initiative Lokale Teilhabepläne auch aus dem politischen Raum: Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien forderten Informationen an und fragten nach bereits arbeitenden Initiativen in ihrem Wahlkreis. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Wolfgang Gerhard, begrüßten die Idee ausdrücklich und sicherten den Initiativen aktive Unterstützung der Bundespolitik zu.
Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karl Hermann Haack, hält Lokale Teilhabepläne „für einen sehr gelungenen und Erfolg versprechenden Ansatz“. Teilhabe und Gleichstellung behinderter Menschen könnten nur von den Betroffenen und mit den Betroffenen gemeinsam entwickelt und gestaltet werden.
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