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Sie sind hier: Aktion Grundgesetz, Archiv, 1999 Archiv 1999Zahlen und Fakten zum Thema "Schwerbehinderung und Arbeit"Laut Statistischem Bundesamt lebten zum Jahresende 1999 in Deutschland 6,6 Mio. schwerbehinderte Menschen; das waren rund 10.000 Menschen bzw. 0,2% mehr Ende 1997. Somit ist in Deutschland jeder zwölfte Einwohner (8,1%) schwerbehindert. Da für die Bundesstatistik nur Personen als schwerbehindert gelten, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt haben, wird geschätzt, dass es insgesamt 8 bis 10 Mio. schwerbehinderte Menschen in Deutschland gibt.
In Deutschland gibt es nach Recherchen des Bundesarbeitsministeriums rund 3,2 Mio. Schwerbehinderte im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Davon sind 795.000 auf dem ersten Arbeitsmarkt, 154.300 in Werkstätten für Behinderte, 4.700 in Integrationsbetrieben und 3.900 in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen tätig. Die Beschäftigungsquote von Schwerbehinderten lag 1998 bei 3,8%. Tendenz rückläufig. So fiel die Zahl der Arbeitsplätze, die mit Schwerbehinderten besetzt waren, von 1995 bis 1997 von 844.000 auf 795.000. Zugleich stieg die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten: von 1994 bis April 2000 von 175.000 auf 190.400. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 17,8%. Gleichzeitig ist zu verzeichnen, dass 143.676 Arbeitgeber die bis Ende 2000 gültige Beschäftigungspflicht nicht erfüllen. D.h.: Besetzung von mindestens 6% aller Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten in Betrieben und Einrichtungen mit 16 und mehr Beschäftigten. Von diesen Betrieben beschäftigten im April 2000 71.500 gar keinen Schwerbehinderten. Die daraus resultierende Ausgleichsabgabe - pro nicht mit einem Schwerbehinderten besetzten Arbeitsplatz - erbrachte 1999 rund eine Milliarde DM. Nur 23.400 der verpflichteten Arbeitsgeber erfüllten oder übererfüllten die Beschäftigungsquote. Am häufigsten ist bei den Schwerbehinderten die Funktion der inneren Organe (26%) eingeschränkt; bei 13% ist es Wirbelsäule und Rumpf; 14% haben Einschränkungen der Arme oder Beine. Auf zerebrale Störungen entfallen 8%. In 5% liegen Blindheit oder Sehbehinderung vor. |
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